Abiturienten und Abschlussschüler starten

Auch die Hüberts‘sche Schule in Hopsten öffnete Donnerstag wieder seine Türen. Die Privatschule mit den drei Zweigen Gymnasiale Oberstufe, Realschule und Höhere Handelsschule erwartete um die 300 Schüler, wie Schulleiter Alfons Ahlers im Gespräch mit unserer Redaktion mitteilte. Das Fazit nach dem ersten Schultag nach dem absoluten Lockdown: „Es war gut“.

2020 Oeffnung nach Corona 1
Auch die Hüberts’sche Schule in Hopsten öffnete wieder seine Türen: Mit einer Mundschutztragepflicht.

„Wir haben 200 Abiturienten, die nicht verpflichtet sind, am Präsenzunterricht teilzunehmen“, erklärt Ahlers.“. Doch wie nach den ersten Rückmeldungen seit Beschluss des Schulstarts zu erwarten war, waren es nicht zu wenige Schüler der gymnasialen Oberstufe, die das Angebot annahmen. Zu denen gesellten sich die Schüler der Zehnten Klassen und die Abschlussschüler der Höheren Handelsschule.

Die mussten sich angesichts der immer noch bestehenden Corona-Pandemie an besondere Vorschriften halten. Zu denen gehört auch eine Tragepflicht von Nasen-Mund-Schützen für alle Schüler und Lehrer auf dem gesamten Schulgelände. „Auf dem Schulgelände haben sich alle daran gehalten“, lobt Ahlers das konsequente Tragen der Masken.

Weiterhin wurden die Schüler in Gruppen aufgeteilt, um die Abstandsregelung von mindestens 1,5 Meter einzuhalten und übermäßige Kontakte vermeiden zu können. So wurden pro Gruppe nur 10 bis maximal 13 Personen eingeteilt.

Auch das Unterrichtsangebot ist angepasst an die veränderten Umstände. So werden natürlich die Hauptprüfungsfächer unterricht. Der Realschulzweig teilweise auch in den Nebenfächern. Teilweise haben sogar die Abiturienten und die Fachabiturienten noch Klausuren geschrieben.

Alfons Ahlers weiß, dass es schon sehr schwer ist, unter diesen Umständen eine Prüfung zu schreiben. „Ich halte den Schulstart jetzt für verfrüht“, sagt der Schulleiter. Die Abiturienten hätten es seiner Ansicht nach deutlich schwerer als die Jahrgänge zuvor. Denn noch fehlten die Erfahrungen mit dem Onlinelernen, dass die Schüler in den vergangenen Wochen absolvieren mussten, um wenigstens den Unterrichts- und Prüfungsstoff weiterhin lernen zu können.

Doch im Allgemeinen und „vor dem Hintergrund, dass wir so ins kalte Wasser geworfen wurden“, so Ahlers, sei man positiv vom Onlinelernen überzeugt. „Wir haben eine sehr einfache und bedienerfreundliche Plattform“, erklärt Alfons Ahlers. Zudem wollte man an der Hüberts`schen Schule so oder so die Digitalisierung vorantreiben. Für das Onlinelernen gibt es einen festen Plan. Für die Abiturienten, die sich gegen den Präsenzunterricht entschieden haben, gibt es weiterhin Onlineangebote. Ebenso wie für die Schüler, die nach wie vor zuhause seien sollen.

Umgesetzt und vor allem konsequent beachtet werden müssen auch die Hygienepläne. Die Belüftung des Schulgebäudes stellt in des kein Problem dar. „Die Fenster lassen sich alle gut öffnen“, so Ahlers. Insgesamt stehen 45 Klassenräume und zwei weitere Kursräume zum Unterricht zur Verfügung. Zudem weiß Ahlers, dass wenn die Abiturienten und die 50nAbschlussschüler der Höheren Handelsschule ihre Prüfungen abgelegt haben, elf Klassenräume frei würden.

Von den 70 Lehrern werden bislang nur zehn Kollegen nicht am Präsenzunterricht teilnehmen, weil sie zu einer Risikogruppe des Coronavirus gehören. „Die machen aber die Prüfungsvorbereitung online“, sagt Ahlers. Was das Abitur angeht, wird es auch noch einiges zu regeln geben. Denn noch sind unter anderem solche Punkte wie die Durchführung der mündlichen Prüfung unter den Gesichtspunkten der Coronavorkehrungen noch nicht abschließend geklärt. „Da hoffe ich, dass es noch Vorgaben geben wird“, sagt Ahlers.

Anmeldezahlen
„Für die gymnasiale Oberstufe haben wir so viele Anmeldungen wie noch nie“, erklärt Alfons Ahlers. Insgesamt 230 Schüler wollen an der Hüberts´schen Schule ihr Abitur ablegen. Zudem stehen noch einige auf der Warteliste. Für die Höhere Handelsschule wurden 44 Schüler aufgenommen. Damit seien die Erwartungen voll erfüllt, sagt Ahlers. Die Realschule, die ursprünglich geplant zweizügig laufen soll, wird auch in diesem Jahr wieder dreizügig. „Dort haben wir 60 neue Schüler inklusive einer Warteliste“, berichtet Alfons Ahlers. Die Dreizügigkeit war unumgänglich, wie der Schulleiter beschreibt, sonst hätte man zu vielen Schülern absagen müssen.

 

Quelle: IVZ Online, Anika Leimbrink, vom 23.04.2020 (URL: https://www.ivz-aktuell.de/Lokales/7631856/Huebertssche-Schule-Der-erste-Tag-war-gut, Zugriff am 25.04.2020)

 

 

Zum Seitenanfang